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27.09.2019, 21:10 Uhr
Auftakt zur Zuhör-Tour der CDU in Schöningen
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf von Bürgermeisterkandidaten Markus Sobotta zum Dialog
Erste Station der Zuhör-Tour lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Schloss Schöningen.
(v.l.n.r.) Günter Merkle CDU Ratsfraktion Schöningen, Elisabeth Heister-Neumann CDU Kreisvorsitzende, Markus Sobotta CDU Bürgermeisterkandidat, Hans-Joachim Rehkuh Vorsitzender CDU Schöningen, Landrat Gerhard Radeck, Dorothea Dannehl Fraktionsvorsitzende

Die Bürgerinnen und Bürger Schöningens sind an ihrer Stadt interessiert. Diesen Eindruck konnte man deutlich zur Auftaktveranstaltung der Zuhör-Tour des Kreisverbandes der Helmstedter CDU am Mittwoch im Schloss Schöningen gewinnen. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung von Bürgermeisterkandidat Markus Sobotta, Elisabeth Heister-Neumann, Kreisvorsitzende der CDU Helmstedt und Hans-Joachim Rehkuh, Vorsitzender der CDU Schöningen und weitere Mitglieder der CDU Ratsfraktion in den Herzoginnen-Saal, sodass die 80 aufgestellten Stühle gerade ausreichten.

 

Elisabeth Heister-Neumann und Hans-Joachim Rehkuh begrüßten die Gäste und stellten das Ziel des Abends heraus: zu wissen wo den Schöningern und Schöningerinnen der Schuh drückt und wo möglich Rede und Antwort zu stehen – dazu stünden der Bürgermeisterkandidat und die weiteren Politiker aus dem Rat der Stadt und dem Kreis zur Verfügung.

 

Markus Sobotta eröffnete den Dialog, in dem er einen Zeitungsbericht der Braunschweiger Zeitung aufgriff. Die Kassenärztliche Vereinigung sprach in diesem der Stadt Schöningen und dem Süd-Elm insgesamt eine Zukunft als Standort eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ab. „Schöningen kommt in der Planung der Kassenärztlichen Vereinigung schlichthin nicht mehr vor“, fasst Sobotta die Lage zusammen. Der jetzt schon spürbare Ärztemangel würde sich deshalb, in Anbetracht des Durchschnittsalters der derzeit noch praktizierenden Medizinerinnen und Medizinern absehbar verschärfen. „Diesen Mangel zu vermeiden mache ich zu einem politischen Thema und einer kommunalen Aufgabe“, gibt sich der Bürgermeisterkandidat kämpferisch. Unterstützung erhielt er hierfür von Landrat Gerhard Radeck.

 

„Die ärztliche Versorgung sei bisher ausreichend, aber der kommende Mangel

absehbar“, bestätigte er Sobotta. Deshalb könne sich Sobotta auf Unterstützung durch den Landkreis bei der Suche nach einer gemeinsamen Lösung verlassen.

 

Zwei stundenlang stand Sobotta im weiteren Verlauf den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort und zeigte dabei, dass er sattelfest in den Themen ist, welche Schöningen bewegen. Diese betrafen unter anderem Stadtbild, welches in Hinsicht auf Pflege und Sauberkeit verbessert werden könnte, aber auch durch unvollendete Bauvorhaben und Leerstand beeinflusst wird. Hier könne die Stadt zunächst nur mittelbar über entsprechende Planungen aktiv werden. Bei den im Privateigentum stehenden Flächen müsse es gelingen, den Eigentümern wieder Vertrauen in die zukünftige Stadtentwicklung zu geben, damit wieder investiert wird. Die günstigen Mieten und Grundstückspreise in Schöningen bieten die Chance auf weiteren Zuzug junger Familien aus den Oberzentren.

 

In jedem Falle begrüßte er die Unterstützung durch die aktive Schöninger Bürgerschaft. Ehrenamtliche Arbeit wolle Sobotta ermöglichen und fördern. Auf Grund des Ehrenamtes und des Engagement vieler in den Vereinen sei Schöningen eine lebendige Stadt.

 

Ein weiteres Thema war die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt, die gesteigert werden müsse, um den Zuzug insbesondere für Familien zu fördern und um im zunehmenden Wettbewerb der Kommunen um einen Zuzug und Erhalt von Einrichtungen bestehen zu können In diesem Zusammenhang habe die Stadt Einiges aufzuholen, da dem Strukturwandel durch den Kohleausstieg in den vergangenen Jahren nicht hinreichend entgegengesteuert wurde. Dazu erklärte der Bürgermeisterkandidat, dass Schöningen mit dem Gewerbegebiet rund um das Kraftwerk Buschhaus ein großes Kapital besitzt, welches es gemeinsam mit der Stadt Helmstedt und dem Landkreis zu entwickeln gilt. Auch hier unterstützte Gerhard Radeck die Einschätzung des Bürgermeisterkandidaten. Stadt, Landkreis und nicht zuletzt auch die Betreibergesellschaft hätten ein großes Interesse daran in Schöningen wieder Industrie anzusiedeln, welche Arbeitsplätze in das ehemalige Kohlerevier bringt.

 

Sobotta äußerte sich motiviert die Entwicklung der Stadt anzugehen. „Um Schöningen wettbewerbsfähig zu machen, müssen wir den Gedanken verwerfen, dass mit der Kohle alles vorbei ist und nach vorne blicken. Die Stadt hat ein großartiges Potenzial“, sprach er den Bürgerinnen und Bürgern Mut zu. Um diese Gestaltungsaufgaben bewältigen zu können, wolle er zunächst die Verwaltung der Stadt durch eine teilweise Neuausrichtung und veränderte Führung ertüchtigen und mit einer soliden Haushaltspolitik die leeren Kassen der Stadt sanieren. Damit werden die ersten Voraussetzungen geschaffen, um gemeinsam, entschlossen und mit Fleiß die Zukunft der Stadt anpacken zu können, denn die Zukunft ist gestaltbar.

 

Am Schluss der Veranstaltung hatte die CDU-Kreisverbandsvorsitzende Elisabeth-Heister Neumann insgesamt 20 Themen notiert, die es nun gilt abzuarbeiten. „Eine großartige Beteiligung, die zeigt wie sehr den Bürgerinnen und Bürgern ihre Stadt am Herzen liegt“, fasste sie den Abend zusammen.

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