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02.11.2019, 20:06 Uhr
Wirtschaft und Politik im Gespräch: „Kohle für Schöningen“
Bundestagsabgeordneter Carsten Müller und Bürgermeisterkandidat Markus Sobotta im Gespräch mit Vertretern der örtlichen Wirtschaft
Unter der Überschrift „Strukturstärkungsgesetz 2019: Kohle für Schöningen“ luden am Freitagabend Bürgermeisterkandidat Markus Sobotta und der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller zum Gespräch ins Kurhaus Schöningen.
Schöningen - Unter der Überschrift „Strukturstärkungsgesetz 2019: Kohle für Schöningen“ luden am Freitagabend Bürgermeisterkandidat Markus Sobotta und der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller zum Gespräch ins Kurhaus Schöningen. Markus Sobotta eröffnete die Veranstaltung mit dem Auftrag, dass es nicht darum geht Luftschlösser zu bauen, sondern konkrete und machbare Projekte anzugehen. So schilderte gleich zu Beginn Unternehmer Attila Orban seine Pläne für die Expansion seines seit drei Jahren in Schöningen ansässigen Containerdienstes. Dort habe er mit einer Vervielfachung des Entsorgungspreises für Bauschutt zu kämpfen, da die lokale Entsorgung in Schöningen nicht mehr möglich sei – ein Umstand der unmittelbar für seine Kunden spürbar ist. Dem wolle er entgegentreten, in dem er den Bauschutt als Wertstoff vor Ort recyceln möchte. Die Erweiterung seines Betriebshofs zu diesem Zweck sei bereits geplant. Die Anwesenden konnten sich um Vorfeld der Veranstaltung im Gewerbegebiet an der Grasmühle einen Eindruck von der Fläche verschaffen. Mit dieser Erweiterung könne Orban seinen Kunden wieder ein preislich attraktiveres Angebot machen und lange Transportwege für den Schutt vermeiden, die auch aus ökologischer Sicht keinen Sinn machten. Generell liegt Unternehmer Orban ein umweltfreundlicher Betrieb am Herzen. So habe er erst kürzlich die Entwicklung eines elektrischen Antriebs eines seiner Fahrzeuge in Auftrag gegeben.

Carsten Müller führte dazu aus: „Wir brauchen neue Ideen für Schöningen“, um eine nachhaltige Entwicklung der Stadt und der dort ansässigen Wirtschaft in der Zeit des Strukturwandels zu erreichen. Genau dazu passte ein Beitrag von Rüdiger Bösing, dem kaufmännischen Geschäftsführer Nord-Ost der EEW. Diese prüfe, so Bösing, gemeinsam mit der Avacon die Errichtung einer Anlage zur Elektrolyse von Wasserstoff. Dieses Produkt könnte für saubere Mobilität, insbesondere im Bereich des Schienenverkehrs und des Güterverkehrs, aber auch des Schiffsverkehrs verwendet werden. Die Einspeisung von Wasserstoff bis zu einer Sättigung von 10% in das Erdgasnetz sei bereits jetzt technisch ebenfalls möglich. Die Voraussetzungen in Hinsicht auf Infrastruktur im Gewerbegebiet Buschhaus seien dazu ideal und unbedingt zu erhalten. Die Anbindung an das Stromnetz über die 380 kV-/ und 110 kV-Trasse sowie der Hochdruck-Gasanschluss und die Bahnanbindung seien unbedingt erhaltenswert und der große Vorteil des Standorts im ehemaligen Kohlerevier. Die Pläne von EEW und Avacon seien in verschiedenen Skalierungen möglich und lägen den verantwortlichen Ministerien in Hannover vor.

Weitere Themen des Abends waren unter anderem die mögliche Optimierungen der Anbindung an die Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg sowie die Steigerung der Attraktivität von Wohnraum in Schöningen. Wichtig war ebenfalls die Feststellung, dass Auflagen zur Zuteilung der Fördermittel aus dem Strukturstärkungsgesetz praktikabel gestaltet sein müssen.

Sobotta und Müller ließen an diesem Abend keinen Zweifel offen: es gibt neue Ideen und eine positive Perspektive für Schöningen!

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