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27.06.2022, 12:34 Uhr
Kleine Anfrage zur prekären Unterrichtsversorgung im Landkreis Helmstedt
Helmstedter Landtagsabgeordnete greift zum aussergewöhnlichen parlamentarischen Instrument, um Landesregierung zum Handeln zu bewegen

Ihr parlamentarisches Recht als Landtagsabgeordnete nutzt die Helmstedterin Veronika Koch (CDU) und stellt eine „Kleine Anfrage“ zur prekären Unterrichtsversorgung im Landkreis Helmstedt. Unter der Drucksachennummer 18/11439 vom 24.06.2022 wird die Landesregierung aufgefordert, ihre Maßnahmen zur Bewältigung der prekären Situation darzulegen. „Leider ist die Unterrichtsversorgung im Landkreis Helmstedt eine der schlechtesten in ganz Niedersachsen. Das darf nicht so hingenommen werden“, begründet Veronika Koch ihr parlamentarisches Vorgehen. Und sie zeigt sich entschlossen: „Jetzt muss entschieden entgegengewirkt werden, noch bevor sich die Situation zum neuen Schuljahr weiter verschlechtert. Daher will ich vom Kultusministerium verlässliche und verbindliche Aussagen bekommen, mit welchen Unterstützungsmaßnahmen die Schulleitungen im Landkreis Helmstedt noch in diesem Jahr rechnen können.“

Veronika Koch MdL (links) traf mit Elternvertreterin Alexandra Beckmann vor der Grundschule Pestalozzistrasse in Helmstedt zum Gespräch zusammen.
Helmstedt -

Mit der offiziellen Anfrage greift die Landtagsabgeordnete die von den Elternvertreterinnen an den Helmstedter Grundschulen Friedrichstraße und Pestalozzistraße gestartete open Petition parlamentarisch auf. „Der enge Austausch mit Mitgliedern der Schulvorstände hat mir gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Unabhängig vom Gelingen der Petition will ich, dass ihre Sorgen und Ängste mit der Kleinen Anfrage zum Ausdruck gebracht werden“, sagte Koch nach einem Treffen mit Alexandra Beckmann, Elternvertreterin an der Grundschule Pestalozzistrasse. Besonders würden sich die Eltern darüber sorgen, ob das Schulangebot in den Nebenfächern Religion, Kunst, Musik, Werken und im Bereich des sozialen Lernens aufgrund der fehlenden Personalkapazitäten aufrechterhalten werden kann. Eine Kürzung des Ganztagsschulangebots auf ein Minimum scheint wohl unausweichlich zu sein. 


 

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