Auf einem Infoabend im Rathaus referierte der Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg aus Werlaburgdorf über die Untersuchungen im ehemaligen Forschungsbergwerk Asse II. Eingeladen hatte die CDU Königslutter, um mehr über die politische Arbeit im Parlamentarischen Untersuchungsausschuß zu erfahren. Daneben erläuterte Udo Dettmann vom Verein „Aufpassen e.V.“ die Wanderausstellung im Rathausfoyer und präsentierte einen anschaulichen Vortrag.
„Bei der Aufklärung zum Thema Asse II sitzen alle Politiker und Wissenschaftler in einem Boot. Durch sachliche und vernünftige Arbeit wollen wir die größtmögliche Sicherheit für Bevölkerung und Umwelt erreichen“, sagte Frank Oesterhelweg, der selbst aus dem Landkreis Wolfenbüttel kommt. „Leider geht das in Wahlkampfzeiten nicht immer unaufgeregt zu. Was mir nicht gefällt ist, wenn sich Kollegen in Berlin oder Hannover aus der Verantwortung stehlen wollen. Das heutige Problem hat die Politik insgesamt verbockt.“
Zuvor trug Udo Dettmann die Arbeit des Vereins „Aufpassen e.V.“ in einer Präsentation vor. Anschaulich erläuterte er dabei die möglichen Lösungen, um die eingelagerten radioaktiven Stoffe sichern zu können: Vollfüllung, Umlagerung oder Rückholung. „Fakt ist: wir suchen die am wenigsten unsichere Lösung“, sagte er.
Die Veranstaltung begann mit einem Rundgang durch die Wanderausstellung im Rathausfoyer. „Mit unserer Arbeit setzen wir uns dafür ein, dass wesentlich mehr Sachlichkeit und Information in den Prozess gebracht wird.“
Am Ende ging der Abgeordnete Oesterhelweg auf die Auswirkungen der öffentlichen Debatte zu Asse II ein. Er befürchtet, dass es für die gesamte Region zu einer Form von Rufschädigung kommen kann, wenn hierzulande nur noch über Asse II gesprochen werde. „Wir dürfen hier nichts verharmlosen, aber wir dürfen die Leute auch nicht verrückt machen. Wenn wir unsere regionalen Interessen wahrgenommen wissen wolle, dürfen wir uns parteipolitisch nicht auseinanderbringen lassen“, sagte der CDU-Politiker abschließend.