CDU Kreisverband Helmstedt

Mittelstandsbeauftragter sprach mit Unternehmern in Königslutter

Martin Knof: „Gewerbesteuer wurde in Königslutter nicht erhöht.“

Beim ersten Unternehmer-Treff in Königslutter sprach Joachim Braun, der Mittelstandsbeauftragte der Niedersächsischen Landesregierung, mit zahlreichen Geschäftsinhabern aus der Domstadt. Dazu eingeladen hatte der CDU Stadtverband, um ein Diskussionsforum über den Wirtschaftsstandort Königslutter zu eröffnen. Auch Bürgermeisterkandidat Martin Knof stellte sich den Fragen der Mittelständler und  nahm viele Anregungen auf.
„Vor allem dem Mittelstand ist es zu verdanken, dass Deutschland besser aus der Finanzkrise gekommen ist, als andere EU-Staaten“, begann der Gast aus Hannover seinen Vortrag über die Mittelstandspolitik der Landesregierung. „Nach der Krise richtet Niedersachsen den Blick jetzt in die Zukunft und misst der Unterstützung des Mittelstands sehr große Bedeutung bei.“ An sechs Punkten machte Joachim Braun dieses deutlich: 1.) Konsoidierung der öffentlichen Haushalte, 2.) Voranschreiten der Entbürokratisierung, 3.) Weiterentwicklung der finanziellen Mittelstandsförderung, 4.) Ausbau schneller und stabiler Internetverbindungen vor allem im ländlichen Raum, 5.) Entgegenwirken gegen den Fachkräftemangel, 6.) Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Der Mittelstandsbeauftragte begrüßte Initiativen zur Gründung von Unternehmertreffen, wie etwa der CDU Königslutter, weil dadurch die Wünsche der Unternehmer zusammengetragen werden und eine enge Kommunikation zur Politik entstünde.

In Anschluss knüpfte Bürgermeisterkandidat Martin Knof mit eigenen Zielsetzungen und Wünschen an die Landesregierung an. „Die Erhöhung der Wertgrenzen für öffentliche Ausschreibungen konnte die Stadtverwaltung während der Umsetzung des Konjunkturpaketes II gut nutzen. Hier hatten Bund und Land einen sinnvollen Schritt gemacht. Im Sinne der Unternehmer von Königslutter wünsche ich mir persönlich, dass die Landesregierung die Dauer dieses Erlasses über das Jahr 2011 hinaus verlängert.“

Martin Knof, der auch Erster Stadtrat der Stadt Königslutter ist, wies auf die jüngsten notwenigen Sparbemühungen der Stadt hin, die gepaart mit den Bedarfszuweisungen des Landes erstmals seit langem zu einem ausgeglichenen Haushalt geführt hätten: „Die Sparmaßnahmen sind notwendig, aber die Gewerbesteuer haben wir nicht erhöht.“
Seine Haltung zur Entwicklung der Innenstadt bekannte Knof abschließend: „Die Innenstadt Königslutters muss mit Augenmaß weiterentwickelt werden. Die Stadt soll Dinge dort regeln, wo sie geregelt werden müssen – aber wir dürfen nicht überreglementieren. Wirtschaftliche Initiativen brauchen Raum zum Entfalten, damit unser Zentrum noch lebendiger wird. Wichtig ist dabei, dass wir den direkten und persönlichen Draht zwischen Stadt und Unternehmen pflegen.“

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine rege Diskussion über das Fördergefälle zu Sachsen-Anhalt, das Abwerben von Fachkräften durch Großunternehmen, weiterhin notwendige Vereinfachungen im Bürokratieabbau sowie der Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie. Die Veranstaltung endete mit vielen Gesprächen untereinander. Die CDU kündigte an, den begonnenen Austausch zwischen Unternehmen und Ratspolitik weiterzuführen und gab das nächste Unternehmer-Treff für April bekannt.