Stadtrat stimmte für Vorschlag von CDU, FDP und UWG
Die Stadt Königslutter am Elm fordert den Landkreis Helmstedt als Schulträger auf, eine Oberschule mit Gymnasialzweig zum 1.8.2012 am Standort Königslutter einzurichten. Dies beschloss der Stadtrat in seiner 35. Sitzung am Donnerstagabend nach ausführlicher Debatte. „Wir sind uns einig, dass wir jetzt etwas tun müssen, um den Schulstandort Königslutter auch in Zukunft attraktiv zu halten“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Marc Schneider während der Sitzung.
Vorausgegangen waren Anträge von CDU sowie von FDP-UWG, die bereits im städtischen Schulausschuss Zustimmung fanden. Nach Ansicht der CDU war eine Beschlussfassung des Rates zwingend erforderlich, nachdem der erforderliche Bedarf zur Einrichtung einer zweiten Integrierten Gesamtschule (IGS) durch Elternbefragung nicht festgestellt werden konnte.
Der Auffassung von CDU sowie FDP und UWG schloss sich der Rat am Donnerstagabend mit Mehrheit an. Der beschlossene Antrag sieht zunächst vor, dass Realschule und Hauptschule Königslutter als kombinierte Schule bereits zum 1.8.2011 organisatorisch zusammengefasst werden. Die Umwandlung zur Oberschule solle ein Schuljahr später erfolgen. „Beide Schulen bekommen ausreichend Zeit zur Vorbereitung, um die Umwandlung in eine Oberschule stemmen zu können. Wir unterstützen dabei die Schulvorstände sowie alle Lehrkräfte, unter den neuen Bedingungen einen qualitativ guten Unterricht vorbereiten zu können.“
Weiterhin bezeichnete Marc Schneider die Voraussetzungen für einen gymnasialen Zweig (mindestens dreizügig mit 48 Schülerinnen und Schüler konstant in den nächsten Jahren) als „überwindbare Hürde“. „Nun haben wir ein Jahr Zeit, die Eltern mitzunehmen und von den Vorzügen einer gymnasialen Oberschule zu überzeugen“, zeigte sich Schneider zuversichtlich. Dazu gehört zunächst die Unterrichtsdifferenzierung in schulzweigspezifischen und schulzweiübergreifenden Unterricht. Der Schulvorstand sei aber in der konkreten Ausgestaltung weitgehend frei, so dass auch längeres gemeinsames Lernen, ähnlich wie an einer IGS, ermöglicht werden kann. Auch das verpflichtende Angebot zur teilgebundenen Ganztagsschule, der Schülerhöchstzahl von 27 in einer Klasse und besondere pädagogische Ergänzungsstunden gehören zu den Stärken der Oberschule. Vor allem für Kinder, die das Abitur in 13 statt 12 Jahren ablegen wollen, bietet die Oberschule eine echte Alternative zum Gymnasium.
Nach dem Ratsbeschluss hofft die CDU, dass sich alle aus Königslutter stammenden Kreistagsabgeordneten für eine Oberschule mit Gymnasialzweig in ihrer Heimatstadt einsetzen werden.